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März 1945: Ein Güterzug hält in Hochzoll. Fünf tote Jüdinnen werden ausgeladen
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in ForschungMan kann es sich nicht vorstellen, welche Dramen sich da am Bahnhof mitten in Hochzoll hinter den verschlossenen Türen eines Güterzuges abgespielt haben. Im Morgengrauen war er hier angekommen, beladen mit fast 500 Frauen aus dem KZ Ravensbrück. Fünf wurden tot aus den Wagons geholt und irgendwo am Bahnhof abgelegt. Erst am 19. März wurden…
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Reinigungsaktion zum Gedenktag der Novemberpogrome
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Die Aktion haben wir auch als Ersatz für die Gedenkfeier zurPogromnacht gedacht, die in diesem Jahr in der üblichen Form ausfallen muss. An diesem Wochenende haben acht Mitglieder der ErinnerungsWerkstatt die meisten der zwei Dutzend Erinnerungsbänder gereinigt und mit Blumen geschmückt. Das war eine schöne Aktion, die uns allen gefallen hat, und sie war ganz…
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Erinnerungsband für die Schwestern Bollack
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in BerichtEindrücke von der Enthüllung Seit dem 16. September haben wir in Augsburg ein weiteres Erinnerungsband: Es steht am Königsplatz und erinnert an die Schwestern Pauline und Josefine Bollack. Sie betrieben im 3. Stock des Königsbaus ein koscheres Restaurant, bevor sie 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert wurden. Das Erinnerungsband stiftete die Deutsch Israelische Gesellschaft Augsburg, ihr…
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Maria Ward und Agnes Bernauer
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in BerichtZwei Augsburger Schulen gewinnen Preise beim Kultusministerium Im Juni 2019 ist das Erinnerungsband für Charlotte Eckart, Gabriele und Anna Schwarz sowie August Einstein vor der Gesundbrunnenstraße 3 enthüllt worden. Die Biographien von Lotte Eckart und ihrer Tochter Gabi hatten fünf Schülerinnen und ihr Religionslehrer recherchiert. Nun haben sie dafür beim Wettbewerb des Kultusministeriums „Erinnerungszeichen —…
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Erste Stolpersteine in Gersthofen
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in BerichtAm Dienstag, 14. Juli 2020, wurden die ersten Stolpersteine in Gersthofen verlegt. Stolperstein für Sebastian ZacherLudwig Hermann Straße 19, 11.30 Uhr bis 12.00 UhrDr. Bernhard Lehmann: „Stolpersteine in Gersthofen“. KurzvortragBiografie verlesen durch: Julia Winkler und Angelo Drechsler, Abiturienten des Paul-Klee- Gymnasiums Stolperstein für Georg Kottmair und Leonhard WannerLudwig-Hermann-Straße 35, 35a, 12.00 Uhr bis 12.45 UhrBiografie…
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Vorschläge für Straßennamen
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in BerichtWir veröffentlichen hier einen Brief der ErinnerungsWerkstatt an die Oberbürgermeisterin der Stadt Augsburg mit Anregungen zur Benennung von Straßen: Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Weber,sehr geehrter Herr Merkle, Herr Matzke und Herr Bellaire! Nach dem Beschluss des Augsburger Stadtrats, für die Langemarckstraße und die Dr. Mackstraße neue Benennungen zu finden, sind in der ErinnerungsWerkstatt mehrere Vorschläge…
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Zum 8. Mai
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in BerichtDer 8. Mai vor 75 Jahren brachte mit der Kapitulation von Nazi-Deutschland den Zusammenbruch des Unrechtsregimes, das Ende des verheerenden Krieges und die Befreiung Europas. Es war der größte Einschnitt in der deutschen Geschichte. Was der Tag bedeutete, darüber wird noch heute gestritten.Drei von zahlreichen Stimmen dazu finden Sie hier: René Schlott im Gespräch mit…
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Das »Judenhaus« in der Hallstraße 14
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in ForschungIn dem Haus Hallstraße 14 haben von Ende 1938 bis Juni 1943 66 jüdische Menschen gelebt. Im Zuge der „Arisierung des Wohnraums“, wie das die nationalsozialistische Behördensprache nannte, waren sie hier zwangsweise in qualvoller Enge untergebracht worden, bevor die meisten von ihnen deportiert und schließlich ermordet wurden. Alfred Hausmann hat die Geschichte dieses Hauses aufgeschrieben.
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75 Jahre Befreiung von Auschwitz – Gedenkstunde im Rathaus
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in Bericht„Auschwitz begann mit kleinen Schritten auch in Augsburg“: In ihrer Rede zur Begrüßung setzte Dr. Benigna Schönhagen das Motiv, das in Variationen an diesem Abend in Grußworten und Lebensgeschichten immer wieder auftauchte. Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus waren am 27. Januar 2020 besonders viele Menschen ins Rathaus gekommen. Das lag zum einen am Runden…
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Enthüllung des Bandes für die Familie Cramer
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Am 17. Januar wurde vor dem Haus Prinzregentenstraße 9 das Erinnerungsband für die Familie Cramer enthüllt. Wir dokumentieren hier die Begrüßung durch Dr. Benigna Schönhagen. Guten Tag! Schön, dass Sie da sind.Wir sind hier zusammen gekommen, um ein neues Erinnerungs-zeichen zu enthüllen. Das Erinnerungsband soll die Erinnerung an drei Augsburgerinnen und Augsburger wach halten, die…
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Ein Erinnerungsband für Clara, Martin und Erwin Cramer
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Am 17. Januar 2020 haben wir vor der Prinzregentenstraße 9 ein Erinnerungsband für die Familie Cramer enthüllet. Clara und Martin Cramer haben hier zu Beginn des 20. Jahrhunderts zusammen mit ihrer Tochter Helene (1916-1967) und ihren beiden Söhnen Erwin (1921-1942) und Ernst (1913-2010) gelebt. Auch wenn sie nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten als Juden gedemütigt, ausgegrenzt und verfolgt wurden,…
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Geraubtes Silber zurückgegeben
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in ForschungText: Alfred Hausmann Zwei wertvolle Augsburger Silberschmiedearbeiten aus dem 17. und 19. Jahrhundert, die 1939 ihrer jüdischen Eigentümerin weggenommen worden waren, konnten am 13. Januar 2020 dem rechtmäßigen Erben im Rahmen einer würdigen Restitution übergeben werden. Die Rückgabe wurde im Bayerischen Nationalmuseum von Staatsminister Bernd Sibler im Beisein von Frau Charlotte Knobloch und der Leitung…
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Weg der Erinnerung
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in BerichtEindrücke von der ersten gemeinsamen Begehung am 9. November Text: Angela Bachmair Am Samstag, 9. November 2019, haben ErinnerungsWerkstatt und Stolperstein-Initiative zum ersten Mal zu dem gemeinsam entwickelten „Weg der Erinnerung“ einladen. Etwa 30 Personen folgten der Einladung und gingen zusammen mit Inge Kroll, Fritz Schwarzbäcker und Josef Pröll vom Rathaus los zu verschiedenen Stationen…
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Die Erinnerungsbänder in Augsburg
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Stand: Oktober 2019 (in chronologischer Reihenfolge ihrer Enthüllung)Informationen zu den Lebensläufen, Wohn- und Verfolgungsorten finden Sie in unserem Gedenkbuch
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Enthüllung des Erinnerungsbandes für Josef Graf
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Am Mittwoch, 23.10., haben wir das Erinnerungsband für den kommunistischen Arbeiter Josef Graf in der Kurzen Wertachstraße enthüllt. Er war im Sommer 1942 vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tod verurteilt worden. Das Urteil wurde am 20. November 1942 um 17.03 Uhr in München Stadelheim vollstreckt. Sein Abschiedsbrief ist das berührende Zeugnis eines Menschen,…
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Warum es auf dem Gögginger Friedhof russische Gräber gibt
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in ForschungAlfred Hausmann über die Situation der Zwangsarbeiter in Göggingen. Der Text erschien zuerst im Gemeindebrief der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Dreifaltigkeitskirche. Wilhelm Koller war von 1936 bis 1946 Pfarrer an der Dreifaltigkeitskirche. In seinen Erinnerungen an diese Zeit erzählte er, dass öfter ukrainische Frauen in ihrer Tracht in den Gottesdienst kamen. „Wir konnten uns nicht mit ihnen…
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Ein Erinnerungsband für Gabi und ihre Familie
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In der Augsburger Allgemeinen von heute (5. Juni 2019) erschien ein Artikel von Angela Bachmair über die Veranstaltung am vergangenen Montag: Seit Jahrzehnten beschäftigt sich der Allgäuer Filmemacher Leo Hiemer mit dem Schicksal von Gabi Schwarz, einem kleinen Mädchen, das von den Nazis in Auschwitz ermordet wurde. 1995 erzählte er über Gabi in seinem Film…
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Enthüllung des Erinnerungsbandes für Karl Mascher
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Am Freitag, 24. Mai 2019, wurde vor der Müllerstr. 2 1/2 das Erinnerungsband für Karl Mascher enthüllt:Er wurde am 20.7.1896 in Bruckberg/Mittelfranken geborenAm 13.6.1937 in Augsburg aufgrund seiner Homosexualität verhaftetEnde März 1942 ermordetvermutlich in der Heil- und Pflegeanstalt Berlin-Buch
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Gedenkrede für Karl Mascher
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in BerichtDie Verfolgung Homosexueller unter den Nationalsozialisten Homosexuelle Männer und Frauen waren seit Jahrhunderten gesellschaftlich geächtet, von Kirche und Staat verfolgt und mit drastischen Strafen bedroht worden. Mit der Todesstrafe wurde die Liebe zwischen zwei Partnern gleichen Geschlechts geahndet, eine Liebe, die keinen Namen haben durfte und „stumme Sünde“ oder „Sodomie“ genannt wurde. 1871 wurde der…
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Erinnerungs-Preis für Gersthofer Schüler
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in BerichtSchüler und Schülerinnen des Gersthofer Paul-Klee-Gymnasiums und ihre Lehrerin Christine Schmid-Mägele sind mit einem Studienpreis der evangelischen Vereinigung „Begegnung von Christen und Juden“ ausgezeichnet worden – für ihre biografische Forschung im Rahmen der Augsburger ErinnerungsWerkstatt. In zwei W-Seminaren (das sind wissenschaftspropädeutische Lehrveranstaltungen in der gymnasialen Oberstufe) haben die Jugendlichen unter Schmid-Mägeles Leitung die Lebensgeschichten von…