Neue Termine und Vorhaben

16. April 2019

Liebe Mitglieder und Freunde der ErinnerungsWerkstatt Augsburg,

kurz vor Ostern möchten wir Sie informieren, was es Neues in unserer Arbeit gibt und was wir als Nächstes vorhaben.

Zunächst ein kurzer Rückblick:
Anfang des Jahres konnten wir drei neue Erinnerungsbänder aufstellen - für die Familie Hermann in der Völkstraße 3, für Adam Birner in der Peutingerstraße 5 und für die Familie Zebrak in der Ulmerstraße 28, vor der ehemaligen Synagoge. Dafür danken wir den Stiftern Helmut, Marianne und Günther Hartmann, Albert Eichmeier und Claudia Huber, des weiteren allen, die an den Einweihungszeremonien mitgewirkt haben und Felix Bellaire, der die Herstellung der Bänder betreut hat.

Unser Dank geht auch an alle Mitwirkenden an der eindrucksvollen Holocaust-Gedenkfeier Ende Januar im Rathaus.

Mitte März hat die Augsburger Pfarrei Herz Jesu einen Gedenkweg Wolfgang Bernheim veranstaltet; das Erinnerungsband für ihn haben wir vergangenen Sommer am Stephansplatz aufgestellt.

Ende März haben wir die Ausstellung "Silber für das Reich" im Bayerischen Nationalmuseum München besucht, in der an Hand von beschlagnahmten und bis heute nicht restutuierten Silberobjekten unter anderem das Schicksal der Augsburgerin Dina Marx und ihrer Familie, das unser Mitglied Alfred Hausmann erforscht hat, erzählt wird.

Und jetzt zu den neuen Vorhaben:
Am Mittwoch, 7. Mai, fahren wir nach München, um die dort aufgestellten neuen Erinnerungszeichen anzuschauen. Wir treffen uns um 13.30 Uhr im Münchner Stadtarchiv in der Winzererstraße 68, wo uns die Verantwortliche die Planung erläutert und schauen dann einige der Zeichen im Stadtraum an.

Am Mittwoch, 15. Mai, 19 Uhr, findet im Diesel-Gymnasium der Erinnerungsabend Hochzoll statt, organisiert und finanziert von den Hochzoller Kulturtagen, Michael Friedrichs und Alfred Hausmann. Dabei wird das neue Erinnerungsband für Friedrich Strauß vorgestellt.

Am Freitag, 17. Mai, voraussichtlich um 16.30 Uhr, stellen wir in der Müllerstraße 2 1/2 das Erinnerungsband für Karl Mascher auf.

Und am Montag, 3. Juni, stellen wir in der Gesundbrunnenstraße 3 das Erinnerungsband für Lotte Eckart und Familie, voraussichtlich um 18 Uhr. Anschließend präsentiert der Autor Leo Hiemer im Barbarasaal des Stetten-Instituts sein Buch über Lotte Eckart und ihre Tochter Gabi.

Die Biografien der Opfer, für die wir Erinnerungsbänder aufstellen, können Sie im Gedenkbuch lesen ( gedenkbuch-augsburg.de ), die Termine und Berichte finden sie im Blog unserer Internetseite, also hier.

Wer von Ihnen ebenfalls ein Erinnerungsband stiften und dieses im Herbst/Winter 2019 aufstellen will, der möge sich doch an jemandem vom Sprecherrat oder gleich an Felix Bellaire (Felix.Bellaire@augsburg.de) wenden.

Im Herbst möchten wir Sie auch einladen zu den "Augsburger Erinnerungswegen". Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der ErinnerungsWerkstatt und der Stolperstein-Initiative (mit Inge Kroll, Fritz Schwarzbäcker, Josef Pröll, Thomas Hacker) hat ein tolles Konzept für diese Stadt-Spaziergänge ausgearbeitet - fünf Touren in der Innenstadt, der Wertachvorstadt und Oberhausen. Die Arbeitsgruppe plant eine Kooperation mit der Volkshochschule, evtl. auch mit der Geschichtswerkstatt und der Regio Augsburg. Start soll im Oktober 2019 sein.

Soviel für heute. Wir wünschen Ihnen frohe Ostern und grüßen Sie herzlich!

Angela Bachmair, Nikolaus Hueck, Verena von Mutius, Benigna Schönhagen
(Sprecherrat der ErinnerungsWerkstatt)