MUSS VERSCHOBEN WERDEN: Familiengeschichten und Nationalsozialismus - Ein Biographie-Workshop im Juni

Erstellt am 9. März 2020

Biographie-Workshop

Familiengeschichten und Nationalsozialismus

Das Schweigen über die NS-Zeit ist längst aufgebrochen. Viele setzen sich für die Erinnerung an die Opfer des nationalsozialistischen Unrechtssystems ein. Nicht wenige begeben sich aktiv auf Spurensuche.
Doch das Wissen über das Verhalten der Eltern und Großeltern, über die eigene Familiengeschichte in der NS-Zeit ist gering. Im familiären Raum setzt sich das Schweigen trotz allem historischen Wissen immer noch fort - sei es aus Scham, Angst, diffusen Schuldgefühlen oder Ignoranz.
Belastende wie entlastende Ungereimtheiten sind die Folge. Denn der Nationalsozialismus betrifft jede Familiengeschichte in Deutschland. Das Unausgesprochene wirkt weiter, Traumata werden weitergeben, Erziehungshaltungen und Einstellungen tradiert. Welche Erbschaften haben uns Nachkommen geprägt? Welche Erfahrungen wollen wir weitergeben?
Der Workshop bietet Raum zum Austausch über die Familiengeschichten, ermöglicht Annäherung an blinde Flecken im Familiengedächtnis und zeigt Möglichkeiten der Recherche auf.

Zeit: 27. Juni 2020, 10 – 17:00.
Ort: Annahof, Ausstellungsraum
Kosten: eintrittsfrei

Leitung: Dr. Benigna Schönhagen
Information und Anmeldung bis 15.Juni bei benigna.schoenhagen@gmx.de
Dr. Benigna Schönhagen, ErinnerungsWerkstatt Augsburg;
Historikerin, langjährige Leiterin des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben, Systemische Beraterin i.A.