Rundmail vom 14. November 2018

14. November 2018

Liebe Freunde und Mitarbeiter der Erinnerungswerkstatt,

nach der (zugegeben etwas langen) Sommerpause melde ich mich heute, um Ihnen zu berichten, was wir diese Woche im Sprecherrat besprochen haben.

Nach den drei neuen Erinnerungsbändern, die wir im Früh- und Spätsommer aufgestellt haben (für Maria und Wolfgang Bernheim sowie für Grete und Arthur Arnold) sind weitere Erinnerungsbänder vermutlich im Januar und März 2019 geplant, zum Beispiel für die Familie Zebrak, für Karl Mascher, Familie Hermann, Adam Birner und Friedrich Strauß. Die Stifter arbeiten daran mit Frank Schillinger (ErinnerungsWerkstatt) und Felix Bellaire (Stadt).

Um das Material der Erinnerungsbänder zu verbessern und die Kosten zu senken, haben wir in diesem Jahr mit diversen Experten gesprochen und viel ausprobiert. Die jetzige Form (brünierter Edelstahl statt wie bisher Tombak) und die gesenkten Kosten stoßen auf Zustimmung, wenn auch die Farbgebung noch verbessert werden kann. Wir sind dankbar, dass uns Herr Bellaire bei der Organisation der Produktion von Erinnerungsbändern unterstützt.

Das Online-Gedenkbuch wächst auf sehr beeindruckende Weise weiter. Ich weise hier auf die neuesten Biografien hin, zum Beispiel Dina Marx (von Alfred Hausmann) und Rosa Büchler (von Bernhard Lehmann).

Zum Holocaust-Gedenktag 2019 wollen wir wieder eine Gedenkveranstaltung organisieren (entweder am 27. oder 28. Januar, hoffentlich im Rathaus). Es werden wieder Jugendliche neue Opfer-Biografien vortragen.

Im neuen Jahr planen wir wieder eine Veranstaltungsreihe. Nach der Vortragsreihe über "Vergessene Opfer" in 2018 wollen wir uns 2019 Stadterkundungen und Exkursionen vornehmen - zum Beispiel zu den Erinnerungszeichen in den verschiedenen Stadtteilen. Gerne möchten wir das gemeinsam mit der Stolperstein-Initiative und andern Kooperationspartnern unternehmen.

Weil die Arbeit für Erinnerungsbänder, Online-Gedenkbuch und Veranstaltungen gut läuft, brauchen wir mehr Mitarbeiter. Das Team der ErinnerungsWerkstatt möchte sich also erweitern. Sie alle sind aufgerufen, sich eine Mitarbeit zu überlegen oder bei Freunden und Bekannten nachzufragen. Der erweiterte Mitarbeiterkreis wird sich erstmals am Montag, 14. Januar 2019 um 18. 30 Uhr im Hollbau treffen.

Schließlich möchten wir die Kommunikation mit Ihnen, den Mitarbeitern und Freunden der ErinnerungsWerkstatt, intensivieren. Wir versuchen, bis zum neuen Jahr auf unser Homepage www.erinnerungswerkstatt-augsburg.de die Möglichkeit eines Newsletters einzurichten, oder eines Blogs, an dem Sie sich alle beteiligen können.

Zum Schluss noch ein Blick über Augsburg hinaus: Die Stadt München installiert inzwischen auch so etwas wie Erinnerungsbänder, durchaus nach Augsburger Vorbild. Sie können sie im Internet ansehen unter www. muenchen.de/Stadtarchiv/Erinnerungszeichen. Dort finden Sie auch die Ankündigung der nächsten Anbringung am 20. November.

Soviel für heute.

Herzlich grüßt Sie Angela Bachmair für den Sprecherrat mit Dr. Benigna Schönhagen, Verena von Mutius und Dr. Nikolaus Hueck