Vergessene Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung

Eine Vortragsreihe im Rahmen der Augsburger ErinnerungsWerkstatt in Kooperation mit dem Jüdischen Kulturmuseum Augsburg-Schwaben und dem Evangelischen Forum Annahof

Unter den Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung bilden Jüdinnen und Juden bzw. Menschen, die von den Nazis zu Juden erklärt wurden, die weitaus größte Gruppe. Ihre Zahl ist so groß und die Verbrechen, die an ihnen verübt wurden, sind so monströs, dass darüber lange Zeit nicht gesehen wurde, dass der NS-Staat alle Menschen verfolgte und oft auch ermordete, die nicht die gewünschten Verhaltensweisen zeigten oder dem erbbiologischen Ideal entsprachen: Obdachlose, Bettler, Prostituierte und Zuhälter ebenso wie als „Berufsverbrecher“ Stigmatisierte, Homosexuelle und Menschen mit Behinderungen oder zu „Erbkranken“ Erklärte.

Wir wollen mit dieser Vortragsreihe an die vergessenen Opfer erinnern. Experten berichten, soweit möglich mit Augsburger Beispielen, über den Ablauf der Verfolgung, die daran beteiligten Einrichtungen und Behörden, die Perspektive der Opfer und den langen Weg bis zur Anerkennung als NS-Opfer.

Albert Knoll, Archivar der KZ-Gedenkstätte Dachau:
Lange verdrängt - homosexuelle Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung
Donnerstag, 19.4.2018, 19:30 Uhr

Dr. Herbert Veh, Präsident des Landgerichts Augsburg:
Unbequeme Opfer - die so genannten ‘Berufsverbrecher’
Donnerstag, 3.5.2018, 19:30 Uhr

Dr. Franz Josef Merkl, Historiker:
An den Rändern der ‚Volksgemeinschaft‘ -
Frauenschicksale in der Strafanstalt Aichach 1933 - 1945

Donnerstag, 21.06.2018, 19:30 Uhr

Prof. Dr. Annette Eberle, Katholische Stiftungshochschule München, Campus Benediktbeuern:
Lange nicht wahrgenommen die Opfer der nationalsozialistischen Zwangssterilisation
Donnerstag, 19.07.2018, 19:30 Uhr

Alle Termine im Annahof, Hollbau, Im Annahof 4
Eintritt frei